Veröffentlicht am unter Allgemein, Fachbereich Holztechnik.

Das Abschlussprojekt der Unterstufe der Fachschule für Holztechnik führte zu einer ersten Besprechung mit der gesamten Klasse. Hierbei fasste die Klasse im Brainstorming einzelne Ideen zur Verwirklichung zusammen. Zur Auswahl standen unter anderem der Ausbau eines Camper Vans mit schnell konfigurierten Leichtbaumöbeln, ein mobiler Arbeitsplatz, sowie der Bau eines Kinderspielmöbels.

Nach reichlicher Überlegung entschied sich die Klasse für den Bau eines Kindermöbels, wobei die Wahl auf einen Spieltisch fiel.

In Gruppen wurden erste mögliche Tischideen gesammelt, Konzepte wurden in Gruppenarbeit entwickelt, die im Anschluss darauf besprochen wurden. Nebenbei hielten die angehenden Techniker Referate im Fach Projektmanagement, die sich auf das Kindermöbel bezogen. Hierbei beschloss die Klasse erste Anforderungen, die das Projekt erfüllen muss. Dazu gehörten unter anderem ein Klemmschutz und eine Höhenverstellung, um das Mitwachsen zu gewährleisten. Aus den verschiedenen Konzeptideen wurde der geeignetste Möbelentwurf kriteriengeleitet ausgewählt.

Nach dieser Auswahl erfolgte die Aufteilung in verschiedene Gruppen:

  • Konstruktionsteam Verbindungen, Material, Mechanik, Prototyp, Abstimmung der Konstruktion, Vorgabeeinhaltung
  • Gestaltung, Farbstellung, Kontraste
  • Marketing, Fragebogen, Listenaushang
  • AV1 Kalkulation, Stückliste, Bestellung
  • AV2 Arbeitsablaufplan, Tätigkeitsanweisung, Verfahrensanweisung

Die Klasse hatte den ersten Grundbaustein geschaffen und es folgte Schritt zwei.

Das Konstruktionsteam kümmerte sich um erste Zeichnungen und die Umsetzung des Prototyps, wobei auch Schwierigkeiten, wie das Rotieren der Spielkisten, das Feststellen dieser und das Ausfahren der oberen Tischplatten behoben wurden.

Bei diesen Herausforderungen musste das Team auch das Design beachten, welches durch das Gestaltungsteam überwacht wurde.

Währenddessen setzte sich das Marketingteam mit einer Umfrage auseinander, bei der der erste Prototyp bewertet wurde und erste Anforderungskriterien festgesetzt wurden. Die Google Umfrage wurde über die sozialen Netzwerke verbreitet, wobei 166 Teilnehmer Fragen aus verschiedenen Bereichen beantworteten. Unter anderem beinhaltete die Umfrage Fragen zu Themen, wie Preisgestaltung, Verwendung ökologischer Materialien, der Qualitätsausgestaltung, der Mobilität und des Designs. Die Auswertung machte deutlich, dass rund 60 % der Teilnehmer sich für den günstigsten Preisbereich von 200 € – 400 € entschieden. Die Gestaltung sollte dabei laut 65 % eher schlicht ausfallen, wobei auch die Verwendung ökologischer Materialien und die Qualität den Teilnehmenden sehr wichtig war.  

Eine mögliche Beleuchtung wurde von den Befragten differenziert angenommen. Ein Drittel empfand diese als nicht notwendig, ein Drittel je nach Konzept und der Rest befürwortete die Beleuchtung. Bei der Frage nach der Rollbarkeit des Möbels wurde aber deutlich, dass die meisten diese nicht als nötig empfanden.

Nun erstellte die erste Arbeitsvorbereitungsgruppe eine erste Kalkulation der Kosten, eine Materialliste und tätigten erste Bestellungen.

In Verbindung dazu erstellte die zweite Gruppe einen ersten Arbeitsablaufplan, Tätigkeitsanweisungen, sowie Verfahrensanweisungen.

Nach einer erfolgreichen Umsetzung des ersten Prototyps und der Auswahl der Kundenfarben konnte mit der Fertigung begonnen werden.

Farbwünsche der Kunden

Am 14.06.22 startete die Fertigungsphase. Nachdem die Materialien geliefert wurden, konnte mit dem ersten Zuschnitt der Plattenteile und der Plexiglasscheiben begonnen werden.

Zuschnitt der Plattenteile durch Herrn Leuters für die anschließende Fräsung auf der CNC

Nun folgte die Aufdopplung der MDF-Platten für die Drehräder, die im Anschluss darauf formatiert wurden. An der CNC wurde in der Zwischenzeit schon die Halterung für die Kisten gefräst.

Fräsung der Halterung durch Herrn Holtevert

Am zweiten Fertigungstag folgte die Fräsung der Seitenteile, sowie der Tischplattenhälften auf der CNC.

Fräsung der Seitenteile und Tischplattenhälften durch Herrn Holtevert, Herrn Hauptmeier und Herrn Emmerich

Der 17.06.22 startete erneut mit einer Fräsung auf der CNC. Die Drehräder und Kurbeln wurden gefertigt. Nebenbei wurden die Traversen für das Untergestell gebohrt und gefälzt. Die Traversen für die Tischplattenhälften hingegen konnten nun gefälzt und auf Gehrung geschnitten werden. Auch an den Stollen folgte der Anschnitt der Gehrung.

Zuschnitt der Gehrung durch Herrn Bütergerds

Überprüfung der Bohrlochtiefen und Fräsungen durch Herrn Holtevert und Herrn Leuters

Seitenteile, Tischplattenhälften und alle Traversen konnten nun geschliffen werden, wobei die Seitenteile und Tischplattenhälften auch gerundet wurden.

Oberflächen Vorschliff durch Frau Hassels, Herrn Rudde, Herrn Lanfer, Herrn Holtevert und Herrn Hollad

Fräsung der Rundung durch Herrn Schulten

Im nächsten Schritt folgte die Oberflächenbehandlung sämtlicher Teile:

  • der Seitenteile
  • der Tischplattenhälften
  • der Traversen für die Tischplattenhälften
  • der Traversen für das Untergestell
  • der Halterung für die Kisten

Oberflächenbehandlung: Lackierung/Ölen durch Herrn Hauptmeier und Herrn Schulten

Verwendung:

Osmo Dekorwachs Holzanstrich für innen in den Farben:

  • Grey beige
  • Light blue
  • Yellow green
Vertreiben des Dekorwachs durch den Osmo HandXCenter
Überprüfung und Ergebnis der Oberfläche

Nun konnte auch ein erster Zusammenbau der Halterung für die Kisten erfolgen.

Das Lackieren der Teile, sowie der Zusammenbau verteilte sich auch auf weitere zwei Tage. Um keine Zeit zu verlieren, erfolgte das Verleimen der fertig lackierten Traversen und Tischplattenhälften. Nach einer Trocknungszeit konnte ein erster Probeaufbau erfolgen.

Probezusammenbau durch Herrn Elsmann
Nun konnten auch die anderen fünf Modelle zusammengebaut werden.
Die fertigen Möbilés.

Hier geht es zu den Links zu den Videos mit den Funktionen der „Möbilés“:

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Die Technikerunterstufe des BTA hat in einem zweiwöchigen Fertigungsprojekt 14 Rollcontainer hergestellt, die ab sofort das Unterrichten in den Holztechnikklassen des BTA noch anschaulicher und komfortabler machen werden. Die lernfeldbezogenen Rollcontainer beinhalten alle wesentlichen Modelle und Materialien, die für das jeweilige Unterrichtsthema relevant sind. Hierzu wurden die einzelnen Container bezüglich ihres Innenlebens speziell auf die zu beherbergenden Gegenstände abgestimmt.

Hilfreich war hierbei die Gestaltung und Konstruktion mit 3D-CAD-Programmen. Einen leichten Lauf garantieren hochwertige, kugelgelagerte Rollen, welche zuvor im Rahmen einer werkstoffkundlichen Untersuchung systematische Tests durchlaufen haben. Um unsanften Begegnungen mit Stahltürrahmen die Härte zu nehmen, wurden an dem überstehenden Unterboden Vollgummikanten angefahren.

Die an den Fronten der Container per CNC Technik eingefrästen Lernfeld-Nummerierungen sorgen für eine gute Übersichtlichkeit im „Containerbahnhof“. Zur Vorbereitung und Überwachung der Fertigung wendeten die Studierenden praxisnahe Projektmanagementmethoden an, so dass der Zeit- und Kostenrahmen exakt eingehalten werden konnte.

Weitere Bilder zum Projekt finden sich hier in unserem Flickr-Album.

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TKS Gestaltungsworkshop

Am Ende der Ausbildung zum Tischler / Tischlerin steht als krönender Abschluss das Gesellenstück, das den stolzen Erbauer meist viele Jahre begleiten wird. Zumeist ist das Gesellenstück das erste Produkt, das der oder die Auszubildende nicht nur vollkommen selbständig  herstellt, sondern auch noch entwirft und plant. Mit der neuen „10 – Punkte – Mindestanforderungsregel“  ist der Gestaltungsprozess im Lernfeld 12 nun abgeschlossen.

Nach der Definition der Vorgaben, dem Recherchieren, dem Konzipieren, etc. ist zu Beginn einer möglichen Realisierung  die „Schularbeit“ beendet.  Eine Mappe als Entwurfstagebuch nebst Modell wurde ausgearbeitet und für die Halbjahreszeugnisse bewertet.

Nun steht  ein Besuch in den Räumen der Firma TKS-Germany in der Industriestraße in Stadtlohn an. Mit Hilfe der angefertigten Skizzen und Modelle überprüfen die Auszubildenden in Fachgesprächen die Qualität ihrer Entwürfe.

Seit sieben Jahren besteht diese Lernortkooperation, bei der an drei Tagen jeweils zwei Profigestalter mit den angehenden Gesellinnen und Gesellen Verbesserungsvorschläge erarbeiten. Über das Endergebnis kann sich jeder Interessierte am 29. und 30. Juli 2017 in der Stadthalle in Stadtlohn überzeugen, wenn nach der Lossprechungsfeier und Prämierung der „Guten Form“ aus den Ideen und Modellen echte Gebrauchsgegenstände geworden sind.

Fotos weiterer Modelle in unserem Flickr-Album.

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Im Dezember waren Schüler der Fachschule für Holztechnik wieder in den Werkstätten in Ahaus und Almelo fleißig.

 

Die Fachschule für Holztechnik am BTA hat seit 2010 eine Partnerschaft mit dem ROC van Twente. In kleinen Gruppen fertigen niederländische und deutsche Schülerinnen und Schüler zusammen Möbel. Zwei Gruppen tun dies in der schuleigenen Werkstatt in Ahaus, zwei in der Werkstatt der Partnerschule in Almelo. In diesem Jahr fertigten die in Deutschland arbeitenden Gruppen Vitrinenschschränke für Klassenräume. Die beiden in den Niederlanden tätigen Gruppen bauten Treffpunktmöbel für den Pausenbereich der Schule. Der Fokus des Projekts liegt – neben dem kulturellen Austausch – auf der Nachhaltigkeit. So dürfen nur Holzmaterialien mit dem FSC-Siegel verwendet werden, im Idealfall handelt es sich sogar um Alt- oder Recyclingholz.

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Bericht zur CNC-Zertifizierung der Auszubildenden am Berufskolleg für Technik in Ahaus.

Von Michael Terbrack

 

Im letzten Abschnitt ihrer Ausbildung zum Tischler erreichten vor kurzem 14 Auszubildende das Zertifikat zur CNC-Fachkraft im Tischlerhandwerk.

Das Bedienen von computergesteuerten Maschinen und Bearbeitungszentren nimmt einen stetig wachsenden Anteil im Arbeitstag von holz- und kunststoffverarbeitenden Berufen ein.
Dieser Entwicklung wird im schulischen Teil der Holzmechaniker- und Tischlerausbildung durch ein spezielles Differenzierungskonzept am BTA bereits seit vielen Jahren Rechnung getragen. Neben den üblichen theoretischen Grundlagen werden hier Kenntnisse in der Woodwop- Programmierung vermittelt und durch  praktische Übungen an dem schuleigenem  CNC-Bearbeitungszentrum ergänzt.

 

CNC-Fachkraft

Bild 1(v.L.) Der Kursleiter Stefan Dimon, Kursteilnehmer Nina Walier, Gerrit Hollekamp, Anke Zimmermann, Leon Walfort, Denis Schwarzer, Christian Meesters, Jan-Hendrik Gevers, Marius Hayk, Nick Kröker und Kursleiter Michael Terbrack (r.)

 

Für eine Zertifizierung sind allerdings noch weitere vertiefende Fertigkeiten und Kenntnisse unter dem Aspekt der selbstständigen Programmierung und Bedienung des Bearbeitungszentrums notwendig.

 

Dafür bietet der Förderverein des BTA einen speziell darauf abgestimmten Kurs an, der an mehreren Nachmittagen und/oder Samstagen stattfindet.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, um eine möglichst intensive Vertiefung und selbständiges Arbeiten an dem BAZ zu ermöglichen. Bei größerem Interesse werden die vorhandenen Teilnehmerplätze nach (bis dahin gezeigter) individueller Leistungsfähigkeit vergeben.

Dadurch können alle Bedingungen für die Vergabe des CNC-Zertifikats laut Rahmenplan in Abstimmung mit der Tischlerinnung NRW erfüllt werden.

 

Voraussetzungen für den Erhalt des Zertifikats sind eine regelmäßige und aktive Teilnahme an allen Terminen, die Zahlung der Kursgebühr sowie die erfolgreiche Bearbeitung der Prüfungsaufgabe am Ende des Kurses.

Die Planung und Durchführung dieser Maßnahme erfolgt durch Herrn Terbrack in Zusammenarbeit mit den Werkstattlehrern Herrn Dimon und Herrn Gröning.

 

Ihr persönlicher Einsatz wurde für die Kursteilnehmer von Erfolg gekennzeichnet. Alle 14 Absolventen erhielten das „Zertifikat zur CNC-Fachkraft im Tischlerhandwerk“ kürzlich durch Herrn Terbrack überreicht:

Mathis Heidemann, Lucas Heming, Tobias Hinkers, Sarah Wansorra, Jan-Hendrik Gevers, Christian Meesters, Leon Walfort, Nina Walier, Anke Zimmermann, Marius Hayk, Nick Kröker, Denis Schwarzer, Gerrit Hollekamp und Manuel Plate.

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Bild 2: (v.l.) Kursteilnehmer Sarah Wansorra, Manuel Plate, Mathis Heidemann, Kursleiter Thomas Gröning, Kursteilnehmer Tobias Hinkers, Lucas Heming