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Am Mittwoch, dem 11. Mai 2022, gelang es drei Klassen des BTA im Rahmen eines Physik- und Chemieprojektes einen Wetterballon in die Stratosphäre zu schicken. Damit dies möglich war, mussten sie in den letzten Wochen einiges an Vorarbeit leisten. Unter anderem haben die Schüler der Zweijährigen Berufsfachschule sowie des beruflichen Gymnasiums selbst Wettersonden entworfen, gefertigt und individuell gestaltet sowie chemische Experimente entwickelt. Auch musste darüber entschieden werden, welche Software benötigt wird und welche Daten gemessen werden sollen.

Möglich gemacht hat dieses Projekt unter anderem der Förderverein des Fonds der Chemischen Industrie e.V., der das Basispaket spendete, sowie die Sparkasse Westmünsterland, die mit einer Spende von 1.000 € einen leistungsstärkeren Datenlogger und das Ballongas finanzierte.

Von Links: Frau Honermann von der Sparkasse Westmünsterland, Physiklehrer Herr Schulze Göcking und Schulleiter Herr Kipp

Am Mittwochvormittag war es dann so weit. Auf dem Sportplatz des BTA haben die Schüler den Ballon samt Fallschirm und Sonde vorbereitet, mit Helium befüllt und in den Himmel steigen lassen. Da der Wind an diesem Tag recht stark mit Böen bis 30 km/h wehte, war nicht klar, ob der Start verschoben werden muss. Nach einigen spannenden Momenten, in denen nach einem missglückten Start auch noch der Fallschirm repariert und verstärkt werden musste, atmeten alle erleichtert auf, als der Ballon endlich aufstieg und am Horizont kleiner wurde.

Zusammen mit dem Chemielehrer Herrn Oettrich haben die Schüler den Wetterballon befüllt.
Unter der Aufsicht vom IT-Lehrer Herrn Löhring brachten die Schüler eine spezielle Reißschnur an.

Nach etwa zwei Stunden Aufstieg erreichte der Ballon eine Höhe von 38.893,1 m (etwa 2.800 m höher als zuvor erwartet und somit ungefähr viermal so hoch wie ein Linienflugzeug fliegt) und zerplatzte in der Stratosphäre. Zu diesem Zeitpunkt betrugen der Luftdruck 5,0 mbar und die Außentemperatur 6,3°C, zwischenzeitlich war sie bei einer Höhe von 12.917,1 m auf -56,6 °C gefallen. Nachdem der Ballon aufgrund des geringen Umgebungsdrucks geplatzt war, benötigten Fallschirm und Sonde weitere zwei Stunden, um wieder zur Erde zurückzukehren.

Aufstieg des Wetterballons mit Fallschirm und Messsonde

Die Sonde landete dann im 195 km entfernten Walsrode auf einer Blumenwiese im Außenbereich. Für die drei Lehrkräfte, die mit GPS-Tracker, Leitern, Gummistiefeln und Besenstielen ausgerüstet, dem Ballon hinterhergefahren sind, eine willkommene Abwechslung nach dem turbulenten Start.

In den nächsten Tagen werden die gesammelten Daten ausgewertet. Da die Sonde samt Hardware den Flug gut überstanden hat, kann im nächsten Jahr ein weiterer Flug mit neuen Experimenten Richtung Weltall gestartet werden.

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BTA-Lehrer, Jens Drüner, wird wegen seiner alternativen Wärmegewinnung per Eisspeicher von vielen Hausbesitzern beneidet. Er gibt sein Wissen im Rahmen seines Unterrichts an die angehenden Anlagenmechaniker/-innen für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik am Berufskolleg für Technik weiter.

Jens Drüner an der Wärmegewinnungsanlage. Dank Eisspeicher, Solar-Luftabsorber und Photovoltaik ist er fast unabhängig von fossilen Energieträgern und muss sich trotz Krise keine Sorgen machen. Foto: Archiv

Zum vollständigen Artikel von Ulrike Deusch in der Coesfelder Allgemeinen Zeitung vom 11. April 2022:

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Bei bestem Frühlingswetter übergaben die Studierenden der Fachschule für Holztechnik des Berufskollegs für Technik Ahaus selbstgebautes, in einer dreiwöchigen Fertigungsphase entstandenes, Außen- und Innenmobiliar an den Betriebsleiter des Klosters Bentlage, Gerrit Musekamp.

Erste Sitzprobe auf dem neuen Außenmobiliar
CNC gefräste Gestellverbindungen der Sitzbank

Konzipiert, gestaltet und schließlich gebaut wurden die Möbelstücke im Rahmen des nachhaltigen Austauschprojekts „Crossing Wood“, welches bereits seit zehn Jahren in enger Kooperation zwischen dem ROC van Twente und dem Berufskolleg für Technik Ahaus statt- und mit der heutigen Übergabe seinen Abschluss findet. Der grundsätzliche Ansatz des von Rob Rouwers (NL) und Tobias Roß (D) geleiteten Projekts ist die Erstellung passgenauer Möbelstücke für soziale Einrichtungen und Institutionen mit hoher ökologischen Qualität. 

Erweitertes Empfangskomitee in der Ausstellungsscheune   
CNC Fertigung des Empfangstresens
(könnte in den Text mit eingebaut werden)

Über die Einbettung in das EU Projekt „Lernen ohne Grenzen“, das die berufliche Bildung in der Grenzregion grenzüberschreitend gestalten und an die Bedürfnisse des euregionalen Arbeitsmarktes anpassen möchte, konnte die Organisation und Finanzierung des Klosterprojekts gesichert werden. Normalerweise wären auch in diesem letzten Durchgang niederländische und deutsche Studierende gemeinsam an die Planung, Konstruktion und Umsetzung gegangen, wenn nicht die Corona Pandemie mit ihren Kontaktbeschränkungen einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht hätte.

Behindertengerechte Bank am Klostergärtchen
Detailverliebt: CNC gefräste Klosterrosette

Die Idee das Kloster Bentlage als Projektpartner mit in Boot zu nehmen war Tobias Roß bei einem sonntäglichen Besuch der Bilderausstellung gekommen, bei dem er einen repräsentativen und funktionalen Empfangstresen vermisste. Zusammen mit Gerrit Musekamp konnten bei einem Spaziergang über das Klostergelände schnell weitere Bedarfe ausgemacht werden. So fehlte noch geeignetes Außenmobiliar für die neugestaltete Außenterrasse auf der Rückseite der Druckwerkstatt, welche den untergebrachten Künstlern zukünftig als Entspannungsbereich dienen soll. Aber auch für externe Besucher wurden zwei behindertengerechte Außenbänke realisiert, die mit Blick auf das Klostergärtchen zum Ausruhen einladen. Die Aussicht darauf die produzierten Möbelstücke endlich in ihrem natürlichen Umfeld und angestammten Aufstellungsort zu sehen, löste bei den angehenden Technikern samt Lehrkraft eine besondere Vorfreude aus. Zumal noch eine persönliche Führung durch den Betriebsleiter durch das Kloster mit anschließender kulinarischer Verpflegung im frisch renovierten Klosterkaffee auf dem Plan stand.

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„Du hast es drauf – zeig`s uns!“ – Bestenwettbewerb

Preisträger Johannes Paganetty
Preisübergabe am BTA

Johannes Paganetty, angehender Maler und Lackierer, freut sich über eine besondere Auszeichnung. Im deutschlandweiten Besten-Wettbewerb „Du hast es drauf – zeig’s uns!“ der gemeinnützigen Sto-Stiftung gehört er zu den Top 100.

Preisträger Johannes Paganetty (Mitte) erhält den prallgefüllten Werkzeugkoffer von seiner Klassenlehrerin Nina Grünhart (2. v. links). Mit ihm freuen sich sein Ausbilder Michael Ostendorf (2. v. rechts), der Schulleiter des BTA, Ulrich Kipp (rechts), und Lehrer Alfred Peters (links) über die Auszeichnung.

Der Auszubildende überzeugte mit seinen hervorragenden Leistungen in Berufsschule und Betrieb. Johannes besucht das Berufskolleg für Technik Ahaus im dritten Ausbildungsjahr und wird in der Firma Michael Ostendorf in Ahaus-Wüllen ausgebildet.

Als Anerkennung für seine hervorragenden Leistungen erhielt er einen grünen Koffer, prall gefüllt mit hochwertigem Werkzeug der Firma Storch. Damit ausgestattet ist der Azubi bestens für eine erfolgreiche Gesellenprüfung und den baldigen Start ins Berufsleben vorbereitet.

Nach erfolgreicher Gesellenprüfung qualifizieren sich die Gewinner für einen weiteren Wettbewerb, in dem die zehn besten Gesellen unter den 100 Koffergewinnern zusätzlich mit einem iPad ausgezeichnet werden.

Weitere Infos zur Sto-Stiftung gibt es unter dem folgenden Link:

https://www.sto-stiftung.de/de/content-detail_114624.html

Veröffentlicht am unter Allgemein, Fachbereich Medien.

Die Unterstufe der MediengestalterInnen aus dem dualen System (GD-U2) hat sich in den vergangenen Wochen mit dem Workflow eines Printproduktes samt aller Produktionsschritte intensiv befasst. Zum Abschluss ihrer fachlichen Auseinandersetzung haben sie ihr Wissen und ihre Kenntnisse der Zweijährigen Höheren Berufsfachschule mit dem fachlichen Schwerpunkt Drucktechnik präsentiert.
Zu diesem Zweck haben die Auszubildenden einen Würfel entworfen, dessen Seitenflächen mit Informationstexten und -bildern aus dem Druckworkflow versehen sind. Allen ZuhörerInnen wurde zu Beginn ein Ausdruck des Würfels ausgehändigt. Im Laufe der spannenden, informativen Präsentation hatten alle ZuhörerInnen die Gelegenheit, zu schneiden und zu kleben, so dass jeder am Ende einen fertigen Würfel mit den wichtigsten Informationen zur Fertigung eines Printproduktes vor sich hatte.

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Schulleiter, Ulrich Kipp (rechts), überreicht dem stellvertretenden Schulleiter, Alfred Kruft (links) das Abschiedsgeschenk

Am Freitag, dem 28. Januar 2022, fand die offizielle Verabschiedung des stellvertretenden Schulleiters des Berufskollegs für Technik, Alfred Kruft, im Rahmen einer coronabedingten kleinen Abschiedsfeier im Beisein des Schulleiters Ulrich Kipp, einiger Kolleg:innen, seiner Ehefrau sowie des Dezernenten, Uwe Neumann, statt. Hinweis zu den Bildern ohne Masken: Die Masken wurden nur beim Fotografieren abgenommen.

Der Schulleiter des BTA, Ulrich Kipp, begrüßte die Anwesenden und gab in seiner nachfolgenden Rede Einblicke in die lange und erfolgreiche berufliche Laufbahn von Herrn Kruft, die vom Rheinland nach Ahaus führte.

Zu Beginn wurde das Lied von den Bläck Fööss gespielt um den Bogen vom Rheinland zum Münsterland zu spannen: „Ich wor ne stolze Römer, komm t Ceasar`s Legion, un ich ben ne Franzus, kom mem Napoleon.“

„Den Franzosen in Dir erkennt man recht deutlich. Und Du hast es geschafft vom Rhein nach Ahaus zu ziehen, das schafft nicht jeder.“ stellte Schulleiter, Ulrich Kipp, schmunzelnd fest.

Nach 30 Jahren im Münsterland sei Alfred Kruft nun aber auch zum Westfalen geworden und nicht mehr nur Rheinländer, resümierte Herr Kipp.

Alfred Kruft habe durch den Austausch mit der Partnerschule in Chodzies nicht nur in Ahaus, sondern auch in Polen viele Freunde gefunden.

Der Schulleiter sei nun gespannt auf das, was Alfred Kruft in seinem Ruhestand demnächst als „freier“ Mitarbeiter in der „Barbara GmbH“ (bei seiner Frau Barbara Kruft) mache.

Herr Kipp dankte Herrn Kruft sehr herzlich für die langjährige Arbeit als Lehrer am BTA und für die Arbeit in der Schulleitung seit dem Jahr 2005 und überreichte die Urkunde zur Pensionierung und das Abschiedsgeschenk.

Anschließend sprach der Vorsitzende des Lehrerrates, Mathias Kemmerling, und ging ebenfalls auf die rheinische Mentalität des scheidenden stellvertretenden Schulleiters mit einem Zitat aus der Rheinischen Post 2007 ein: „Bei der Erforschung des Geheimnisses der rheinischen Mentalität habe sich gezeigt, dass die Klischees, die man so vom Rheinland hat, in den allermeisten Fällen tatsächlich stimmen. Die meisten Rheinländer sind offen, tolerant, mögen die Gemeinschaft, gehen auf andere zu und reden sehr gerne und sehr viel.“

Das habe Alfred Kruft in seiner Laufbahn mit seinen Mitarbeitern empirisch beweisen können. Er habe durch rheinische Mentalität Menschlichkeit ins Kollegium gebracht als Bindeglied zwischen Schulleiter und Lehrerzimmer, und er sei eine Person, die auch unangenehme Entscheidungen so verkaufen konnte, dass sie mit wohlwollendem Verständnis vom Kollegium aufgenommen wurden.

„Der Mensch stand für dich im Mittelpunkt.“

Dass Alfred Kruft durch und durch Metaller sei, sei an der Schule an vielen Stellen sichtbar geworden, besonders auch durch die vielen erfolgreichen Abschlüsse seiner Schülerinnen und Schüler.

Abschließend wünschte Mathias Kemmerling dem zukünftigen Pensionär von Herzen einen langen, abwechslungsreichen, intensiven und harmonischen Ruhestand und dankte ihm für sein Wirken im und im Sinne des Kollegiums. Michael Oettrich überreichte danach das Abschiedsgeschenk des Kollegiums.

Michael Oettrich (links) überreicht das Geschenk des Kollegiums an Alfred Kruft, nachdem Mathias Kemmerling (rechts) seinen Dank ausgesprochen hat.

Dezernent, Uwe Neumann, der als Privatperson an der Verabschiedung teilnahm, attestierte Alfred Kruft in seiner nachfolgenden Rede, dass er mit „Obrigkeiten“ umgehen könne. Von dem, was Alfred Kruft bewegt habe, sei eine Menge bei der „Obrigkeit“ angekommen. Er dankte Herrn Kruft für sein langjähriges Engagement und wünschte ihm, seiner Frau und seiner Familie alles Gute und ganz besonders Gesundheit. Zum Schluss überreichte er Herrn Kruft ein Geschenk mit der Anspielung auf andere frisch gebackene prominente Ruheständler: „Es muss nicht Tokio sein, es kann auch die Uckermark oder die Ostsee sein.“

Dezernent, Uwe Neumann (rechts), überreicht sein Abschiedsgeschenk an Alfred Kruft (links)

Alfred Kruft selbst bedankte sich in einer emotionalen Rede für die kollegiale und konstruktive Arbeit an einer besonderen Schule.

Er sei der erste „Wirtschaftsflüchtling“ gewesen und habe damals geweint, als er vom Mittelrhein nach Ahaus musste. Aber er habe sich in Ahaus unheimlich wohl gefühlt. Er habe immer Kollegen und Schulleiter gehabt, die ihn unterstützt hätten. Für ihn sei wichtig gewesen, dass er Freiheiten behalten konnte. Er sei stets dafür eingetreten, dass man miteinander reden könne und dass man auch einmal einen Perspektivwechsel vornehmen müsse. Er habe eine Berufung als Lehrer gehabt und durfte diese Berufung 40 Jahre lang ausüben. Dafür sei er sehr dankbar und es mache ihn stolz, dass ihn ehemalige Schülerinnen und Schüler bei Problemen auch heute noch kontaktieren würden. Dann übergab er seinem Nachfolger, Claus-Martin Wiesenmüller, den gleichen Lotsenhut, den auch er trug und wünschte ihm viel Glück und viel Erfolg für das verantwortungsvolle neue Amt.

Alfred Kruft übergibt seinen Lotsenhut an seinen Nachfolger Claus-Martin Wiesenmüller

Link zum ausführlichen Dankeswort von Alfred Kruft:

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Torsten Merten (rechts), Ausbildungsberater der IHK Nord Westfalen, überreichte die Ehrenurkunde für den Standort Gronau an den stellvertretenden Schulleiter des BTA, Alfred Kruft.
Torsten Merten (rechts), Ausbildungsberater der IHK Nord Westfalen, überreichte die Ehrenurkunde für den Standort Ahaus an den zukünftigen stellvertretenden Schulleiter des BTA, Claus-Martin Wiesenmüller.

Zum wiederholten Male kann sich das Berufskolleg für Technik Ahaus (BTA) über die Auszeichnung der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen freuen.

Insgesamt 18 Absolventen des BTA legten im Jahr 2021 ihre IHK-Abschlussprüfung mit der Gesamtnote „sehr gut“ ab. Davon haben neun Absolventen den Standort Gronau besucht. Die weiteren neun Absolventen kamen vom Standort Ahaus. Dafür wurden dem BTA zwei Ehrenurkunden für die herausragenden Ausbildungsleistungen im Rahmen der IHK-Abschlussprüfung 2021 verliehen.

Torsten Merten von der IHK Nord Westfalen überreichte die beiden Ehrenurkunden am Freitag, dem 28. Januar 2021, an den stellvertretenden Schulleiter, Alfred Kruft und an dessen Nachfolger, Claus-Martin Wiesenmüller.

Mit diesen beiden Urkunden sprach Herr Merten seine Anerkennung und seinen Dank für den großen Beitrag des BTA zur dualen Berufsausbildung aus, besonders im Hinblick auf die besonderen Herausforderungen in Zeiten der Corona-Pandemie.

Herr Merten überbrachte auch den herzlichen Dank des Geschäftsbereichsleiters der IHK Nord Westfalen, Carsten Taudt, für den Einsatz aller beteiligten Lehrkräften des BTA.

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Vierzig Jahre schaue ich voller Demut und Dankbarkeit auf meine Tätigkeit als Lotse zurück.

In den ersten Jahren habe ich das Pädagogische Meer im Einer befahren. Dabei habe ich einige Klippen und Untiefen kennen gelernt. Mit den Jahren sind die Schiffe immer größer geworden. Die Erkenntnisse aus den Alleinfahrten haben mir dabei sehr geholfen. Klippen und Untiefen wie das Lernfeld-Konzept oder Handlungskompetenz hatte ich schon lange vorher in die Seekarte vermerkt. Auch Eisberge wie Klippert wurden erfolgreich umschifft.

Aber die neuen pädagogischen Klippen und Untiefen, wie Digitalisierung, Diagnostik und individuelle Förderung, finde ich nicht auf meiner Lotsenkarte.

Also heißt es folgerichtig, Abschied nehmen und das Schiff BTA zu verlassen. Der Kapitän und der neue Lotse werden das Schiff in gewohnter Weise durch die pädagogische See navigieren.

Nun ist es an der Zeit Dankeschön zu sagen!

Ein Dankeschön geht an die Bezirksregierung in Münster. Herr Neumann, ich bedanke mich für die vertrauensvolle Unterstützung, für den breiten Rahmen, der mir gewährt wurde. Voraussetzung dafür, dass sich das BTA weiter entwickeln konnte und ich meinen Beruf so ausüben konnte, wie ich wollte. Schön war auch, dass die Behörde in Münster und Düsseldorf weit weg waren.

Ein Dankeschön an den Kreis Borken. Herr Dr. Zwicker, Herr Dr. Hörster, Elisabeth, Norbert und Ingrid, ich habe den Schulträger immer als guten Partner für unsere Schule erlebt. Probleme wurden auf der Ebene der Sachlichkeit diskutiert und man hat immer nach den hitzigen Gesprächen einen Weg gefunden, lachend auseinander zu gehen.

Ein Dankeschön geht an meine drei Chefs. Hans Pelster, Josef Lütkecosmann und Ulrich Kipp. Auch hier gilt, ich wurde nie in meinem Tun eingeengt – im Gegenteil ich fand immer Unterstützer für meine Ideen, die ich umsetzen wollte. Die Kapitäne Josef Lütkecosmann und Ulrich Kipp haben es mir leicht gemacht, das Schiff BTA als Lotse durch die Wogen der pädagogischen See zu steuern.

Ein Dankeschön gilt meiner Kollegin und meinen Kollegen von der erweiterten Schulleitung, die ESeL-Gruppe. Liebe Klassenlehrerin und liebe Klassenkameraden, die Gespräche mit euch haben mir sehr gutgetan. Ich fühlte sehr viel Unterstützung von eurer Seite.

Ein Dankeschön an meine aktiven und ehemaligen Kolleginnen und Kollegen, die mich in meiner aktiven Zeit am BTA begleitet haben. Schön war und ist es, dass ich angenommen wurde, wie ich bin. Ich entschuldige mich bei allen, die ich durch meine Art verletzt habe und deren Kompetenzen und Fähigkeiten ich nicht erkannt habe. Aber eins ist ganz sicher, das BTA würde ohne euch nicht so sein, wie es ist. Danke für alles!

Ein Dankeschön für die gute Seele vom BTA, für die Damen im Büro, liebe Christa, liebe Waltraud und liebe Maria. Ich danke euch, für eure menschliche Art. Ihr wart mein Gewissen, ihr habt mich immer auf wichtige Punkte hingewiesen. Und was für mich wichtig ist, trotz manchmal schwieriger Arbeit habt ihr nie den Humor verloren. Wir haben viel gelacht. Danke, dass ihr es mit mir ausgehalten habt.

Ein Dankeschön an die Männer im Hintergrund der Berufskollegs. Die Zusammenarbeit mit euch hat mir sehr viel Freude bereitet. Ich habe mit Begeisterung euer Teamwork beobachtet und war froh, als ich von euch zum „Hausmeister ehrenhalber“ ernannt wurde. Jahrelang führte mein erster Weg im BTA zur Hausmeisterbude. Ein kurzer Schnack und der erste Lacher des Tages war da. Legendär sind auch die Feste von uns Hausmeistern im Innenhof der Schule.

Ein Dankeschön an die Schulleitungen, der Berufskollegs hier am Campus. Ich bedanke mich für viele Gespräche und Anregungen, die geführt und gegeben wurden. Sie waren eine Hilfe und ich wusste immer, an welcher Stelle ich einen Rat einholen konnte.

Was wäre das BTA ohne Schüler und Schülerinnen? Ich hoffe, dass die jungen Menschen einen Lernort vorgefunden haben, der sie auf einem Teil ihres Lebensweges gut begleitet hat. Ich wünsche mir, dass viele von euch an den Lernort BTA zurückdenken und das lebenslange Lernen im Griff haben. Auch den Eltern unser Schüler und Schülerinnen gilt mein besonderer Dank. In schwierigen Situationen habe ich eine Elternschaft erlebt, die auch für die Probleme der Schule ein offenes Ohr hatten und sich aktiv an den Lösungen beteiligt haben.

Bei der dualen Ausbildung danke ich auch den Ausbildungsbetrieben. Hier besonders den Menschen, die meine Ansprechpartner waren, wenn Probleme bei der Ausbildung der jungen Menschen auftraten. Mit viel Engagement wurde den jungen Menschen Hilfe angeboten. Dabei waren die Gespräche sehr offen und menschlich.

Die Mitarbeit im Prüfungsausschuss war immer eine große Freude für mich. Die Prüfungen wurden immer sehr fair und sehr menschlich abgenommen. Neben den Prüfungen wurde auch viel über die Ausbildung allgemein diskutiert. Aus diesen Gesprächen habe ich viel für meinen Unterricht mitgenommen. Ich danke für den Prüfungsausschuss für die freundliche Aufnahme und dass ich mehr sein durfte als nur der Lehrervertreter. Vielen Dank.

Schule allgemein ist etwas sehr Schönes. Man hat Begegnungen, mit denen man nicht rechnet. Die Partnerschaft mit der ZSP-Schule in Chodziez hat mir sehr viele schöne Stunden geschenkt. Arbeitstreffen und persönliche Begegnungen haben die Partnerschaft zwischen den beiden Schulen vertieft und eine Freundschaft wachsen lassen. Liebe Freunde aus Chodziez – vielen Dank für die tollen Begegnungen und die schönen Stunden, die Barbara und ich mit euch erleben durften. Ich hoffe, dass nach Corona noch viele Treffen folgen werden.

Ein ganz besonderer Dank gilt meiner Familie. Sie musste es vierzig Jahre mit einem Lehrer aushalten. Ich hoffe, ich bin euch nicht zu sehr auf die Nerven gegangen und habe mein Lehrergen ein wenig zurückhalten können. Ich habe versucht das typische Lehrerverhalten, alles besser zu wissen, zurückzuhalten, aber gelungen ist es mir nicht immer. Euer Gefühl und Gespür sagte euch immer, wenn bei mir etwas nicht stimmte. Für das Zuhören und euren Rat möchte ich mich herzlich bedanken.

Ein letzter Dank gilt den Kollegen und Kolleginnen, die sich in den letzten Wochen intensiv mit meiner Verabschiedung beschäftigt haben. Leider konnte die Verabschiedung nicht wie gewollt stattfinden. Ich werde natürlich nicht so einfach gehen und werde mit euch meine Verabschiedung noch feiern. Ich gehe davon aus, dass ich mit der Schulleitung und dem Lehrerrat einen Weg finden werde, um mein Vorhaben um zu setzen.

Besonderes bedanke ich mich bei den Menschen, die ich in meiner Aufzählung vergessen habe.

Jetzt ist die Zeit gekommen, wo sich eins meiner Sprichwörter für mich erfüllt:

      „Man wird weinen, wenn man zum Berufskolleg für Technik Ahaus gehen muss.
      Aber man wird noch mehr weinen, wenn man es verlassen muss!“

Es stimmt, ich habe geweint, als ich vom Mittelrhein nach Ahaus musste. Ich habe noch mehr Tränen verdrückt, beim Schreiben dieser Zeilen.Viele fragen sich nun, was macht Alfred denn jetzt. Kein Problem, ohne Wartezeit habe ich einen neuen Arbeitsplatz gefunden. Ab dem 1. Februar 2022 bin ich „freier“ Mitarbeiter bei der Barbara GmbH. Ich freue mich schon auf diese neue Stelle. Hier werde ich mich der Schmiedekunst, dem Kochen und dem Landschaftsbau widmen. Meine neue Chefin legt großen Wert auf den Begriff frei. Ich bin gespannt, was auf mich zukommt.Ich danke dem Herrgott, dass er alles so gefügt hat und ich bei guter Gesundheit mein Leben so leben durfte – danke euch allen.

Euer Alfred Kruft