Deutsche Schüler stellen in Taiwan ihre Ideen für eine bessere Zukunft bei einem internationalen Jugendforum vor

Taiwan Besuch BTA
Vor der Präsentation der „Ideen für eine bessere Zukunft“ in Taiwan (von links nach rechts): Roland Frohmann (Lehrer BK Borken), Judith Telgmann (Lehrerin Berufskolleg für Technik Ahaus), Andrea Biskup (Schülerin BK Bocholt-West), Lea Wienker (Schülerin Berufskolleg für Technik Ahaus), Christina Rakoczy (Lehrerin BK Bocholt-West) und Jan Südfels (Schüler BK Borken)

 

Drei SchülerInnen, Lea-Luisa Wienker vom Berufskolleg für Technik Ahaus, Jan Südfels vom Berufskolleg Borken und Andrea Biskup vom Berufskolleg Bocholt-West, besuchten zusammen mit den LehrerInnen Judith Telgmann, Roland Frohmann und Christina Rakoczy vom 17. bis zum 26. Oktober das internationale Jugendforum „Dreaming the Future Shows the Creativity“ in New Taipei City, Taiwan. Neben der deutschen Gruppe waren außerdem SchülerInnen und deren LehrerInnen aus Großbritannien, Japan und Finnland zu der Bildungsreise vom Bildungsministerium der Regierung in Taiwan eingeladen.

Nach einer weiten Anreise wurde die deutsche Gruppe am 17. Oktober sehr herzlich von Lehrerinnen der Tai-Shan Schule am Flughafen willkommen geheißen und zur Tam-Sui Schule gebracht, wo alle Gruppen die ersten fünf Nächte im Schulhotel untergebracht waren. Am folgenden Tag verbrachten alle Gruppen, darunter auch acht Gruppen von verschiedenen Schulen in New Taipei City, mit Vorbereitungen für ihre Vorträge und ihren Messestand. Der nächste Tag, ein Mittwoch, war der eigentliche Tag des Jugendforums. Nach dem Treffen mit dem Bürgermeister und einem Vortrag über Bildungsideale in Taiwan stellten die einzelnen Gruppen ihre Ideen für die Zukunft vor. Die deutsche Gruppe hatte sich dafür ein Konzept überlegt, welches es jungen Flüchtlingen in deutschen Schulen leichter machen soll, sich zurecht zu finden und am Schulleben teilzunehmen, indem sie QR Codes nutzen. Ein solcher könnte zum Beispiel an einem Getränkeautomat angebracht werden um durch das Scannen mit dem Smartphone ein kurzes Video oder eine Animation abzuspielen, die die Funktion des Automaten erklärt. Der Donnerstag war ein Tag um das Land und die Kultur besser kennen zu lernen. Die Gruppen besuchten ein Goldminenmuseum in einem angrenzenden Gebirge, das Palastmuseum und den Wolkenkratzer Taipei 101. Am Freitag standen Besuche an zwei Schulen an, in denen eine Führung durch verschiedene Klassenräume und Werkstätten gemacht wurden, bevor die Schülerinnen und Schüler aus den vier Gastländern ihre Gastfamilien kennen lernten und bei diesen für die folgenden fünf Nächte einzogen. Am Wochenende gab es kein offizielles Programm, die Teilnehmer verbrachten ihre Freizeit mit ihren Gastfamilien und hatten somit die Gelegenheit, den Alltag und das Familienleben aus nächster Nähe kennen zu lernen. Montag gab es für die ausländischen Lehrerinnen und Lehrer einen weiteren kleinen Kongress, bei dem sie das Schulsystem und die Berufsberatung in ihren eigenen Ländern vorstellten; während die Schülerinnen und Schüler mit ihren Gastschülern am Unterricht teilnahmen. Am Dienstag hatten auch die Lehrerinnen und Lehrer Gelegenheit, Unterricht kennen zu lernen und bei CAD, Taek Wondoo, Chinesischer Kalligraphie und Tischtennis ihre Talente zu entdecken. Am Mittwoch (26. Oktober) war es Zeit, Abschied zu nehmen. Es flossen viele Tränen und alle Teilnehmer waren sich einig: in Taiwan Freundschaften zu schließen, die Kultur und den Alltag kennen zu lernen und an einer solchen Veranstaltung teilnehmen zu dürfen war eine einzigartige Erfahrung, die sie niemals vergessen werden.