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Schulleiter, Ulrich Kipp (rechts), überreicht dem stellvertretenden Schulleiter, Alfred Kruft (links) das Abschiedsgeschenk

Am Freitag, dem 28. Januar 2022, fand die offizielle Verabschiedung des stellvertretenden Schulleiters des Berufskollegs für Technik, Alfred Kruft, im Rahmen einer coronabedingten kleinen Abschiedsfeier im Beisein des Schulleiters Ulrich Kipp, einiger Kolleg:innen, seiner Ehefrau sowie des Dezernenten, Uwe Neumann, statt. Hinweis zu den Bildern ohne Masken: Die Masken wurden nur beim Fotografieren abgenommen.

Der Schulleiter des BTA, Ulrich Kipp, begrüßte die Anwesenden und gab in seiner nachfolgenden Rede Einblicke in die lange und erfolgreiche berufliche Laufbahn von Herrn Kruft, die vom Rheinland nach Ahaus führte.

Zu Beginn wurde das Lied von den Bläck Fööss gespielt um den Bogen vom Rheinland zum Münsterland zu spannen: „Ich wor ne stolze Römer, komm t Ceasar`s Legion, un ich ben ne Franzus, kom mem Napoleon.“

„Den Franzosen in Dir erkennt man recht deutlich. Und Du hast es geschafft vom Rhein nach Ahaus zu ziehen, das schafft nicht jeder.“ stellte Schulleiter, Ulrich Kipp, schmunzelnd fest.

Nach 30 Jahren im Münsterland sei Alfred Kruft nun aber auch zum Westfalen geworden und nicht mehr nur Rheinländer, resümierte Herr Kipp.

Alfred Kruft habe durch den Austausch mit der Partnerschule in Chodzies nicht nur in Ahaus, sondern auch in Polen viele Freunde gefunden.

Der Schulleiter sei nun gespannt auf das, was Alfred Kruft in seinem Ruhestand demnächst als „freier“ Mitarbeiter in der „Barbara GmbH“ (bei seiner Frau Barbara Kruft) mache.

Herr Kipp dankte Herrn Kruft sehr herzlich für die langjährige Arbeit als Lehrer am BTA und für die Arbeit in der Schulleitung seit dem Jahr 2005 und überreichte die Urkunde zur Pensionierung und das Abschiedsgeschenk.

Anschließend sprach der Vorsitzende des Lehrerrates, Mathias Kemmerling, und ging ebenfalls auf die rheinische Mentalität des scheidenden stellvertretenden Schulleiters mit einem Zitat aus der Rheinischen Post 2007 ein: „Bei der Erforschung des Geheimnisses der rheinischen Mentalität habe sich gezeigt, dass die Klischees, die man so vom Rheinland hat, in den allermeisten Fällen tatsächlich stimmen. Die meisten Rheinländer sind offen, tolerant, mögen die Gemeinschaft, gehen auf andere zu und reden sehr gerne und sehr viel.“

Das habe Alfred Kruft in seiner Laufbahn mit seinen Mitarbeitern empirisch beweisen können. Er habe durch rheinische Mentalität Menschlichkeit ins Kollegium gebracht als Bindeglied zwischen Schulleiter und Lehrerzimmer, und er sei eine Person, die auch unangenehme Entscheidungen so verkaufen konnte, dass sie mit wohlwollendem Verständnis vom Kollegium aufgenommen wurden.

„Der Mensch stand für dich im Mittelpunkt.“

Dass Alfred Kruft durch und durch Metaller sei, sei an der Schule an vielen Stellen sichtbar geworden, besonders auch durch die vielen erfolgreichen Abschlüsse seiner Schülerinnen und Schüler.

Abschließend wünschte Mathias Kemmerling dem zukünftigen Pensionär von Herzen einen langen, abwechslungsreichen, intensiven und harmonischen Ruhestand und dankte ihm für sein Wirken im und im Sinne des Kollegiums. Michael Oettrich überreichte danach das Abschiedsgeschenk des Kollegiums.

Michael Oettrich (links) überreicht das Geschenk des Kollegiums an Alfred Kruft, nachdem Mathias Kemmerling (rechts) seinen Dank ausgesprochen hat.

Dezernent, Uwe Neumann, der als Privatperson an der Verabschiedung teilnahm, attestierte Alfred Kruft in seiner nachfolgenden Rede, dass er mit „Obrigkeiten“ umgehen könne. Von dem, was Alfred Kruft bewegt habe, sei eine Menge bei der „Obrigkeit“ angekommen. Er dankte Herrn Kruft für sein langjähriges Engagement und wünschte ihm, seiner Frau und seiner Familie alles Gute und ganz besonders Gesundheit. Zum Schluss überreichte er Herrn Kruft ein Geschenk mit der Anspielung auf andere frisch gebackene prominente Ruheständler: „Es muss nicht Tokio sein, es kann auch die Uckermark oder die Ostsee sein.“

Dezernent, Uwe Neumann (rechts), überreicht sein Abschiedsgeschenk an Alfred Kruft (links)

Alfred Kruft selbst bedankte sich in einer emotionalen Rede für die kollegiale und konstruktive Arbeit an einer besonderen Schule.

Er sei der erste „Wirtschaftsflüchtling“ gewesen und habe damals geweint, als er vom Mittelrhein nach Ahaus musste. Aber er habe sich in Ahaus unheimlich wohl gefühlt. Er habe immer Kollegen und Schulleiter gehabt, die ihn unterstützt hätten. Für ihn sei wichtig gewesen, dass er Freiheiten behalten konnte. Er sei stets dafür eingetreten, dass man miteinander reden könne und dass man auch einmal einen Perspektivwechsel vornehmen müsse. Er habe eine Berufung als Lehrer gehabt und durfte diese Berufung 40 Jahre lang ausüben. Dafür sei er sehr dankbar und es mache ihn stolz, dass ihn ehemalige Schülerinnen und Schüler bei Problemen auch heute noch kontaktieren würden. Dann übergab er seinem Nachfolger, Claus-Martin Wiesenmüller, den gleichen Lotsenhut, den auch er trug und wünschte ihm viel Glück und viel Erfolg für das verantwortungsvolle neue Amt.

Alfred Kruft übergibt seinen Lotsenhut an seinen Nachfolger Claus-Martin Wiesenmüller

Link zum ausführlichen Dankeswort von Alfred Kruft:

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