Mediengestalter/-in Digital und Print

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Mediengestalter/-innen Digital und Print arbeiten in der Druckvorstufe von Medienbetrieben. Sie sind zuständig für das Design und die Gestaltung von digitalen Medienprodukten wie Internetseiten und von Druckprodukten wie Anzeigen, Broschüren und Plakaten, für die Kundenbetreuung und für das Datenhandling.

Fachrichtungen

Der Ausbildungsberuf Mediengestalter/in Digital und Print ist gegliedert in drei Fachrichtungen, wobei die Spezialisierung im dritten Ausbildungsjahr erfolgt:

  •  Beratung und Planung
  •  Konzeption und Visualisierung
  • Gestaltung und Technik, Vertiefung Print- oder Digitalmedien

Dauer der Ausbildung

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und schließt mit einer Prüfung vor dem Prüfungsausschuss der IHK Nord Westfalen ab. Im zweiten Ausbildungsjahr findet eine obligatorische Zwischenprüfung statt.

Arbeitsgebiete

Das Arbeitsgebiet des Mediengestalters umfasst die produktbezogene Kundenberatung, die Gestaltung und Aufbereitung von Daten sowie deren technische Verarbeitung zur Realisierung von Medienprodukten. Zur Erfüllung dieser Aufgaben sollten Mediengestalter gute kommunikative Fähigkeiten besitzen, kreativ, flexibel, belastbar sein und Spaß am Umgang mit moderner Computertechnologie haben.

Berufsschule

Berufsschularbeit an Laptops

Typische Tätigkeiten von Mediengestaltern : Arbeiten am Computer und im Team

Die Auszubildenden des Berufskollegs für Technik besuchen an einem festen Unterrichtstag pro Woche und jede zweite Woche für einen weiteren Tag die Berufsschule, sodass durchschnittlich 12 Wochenstunden unterrichtet werden. Etwa 150 Auszubildende zum/zur Mediengestalter/in besuchen das Berufskolleg für Technik, wobei pro Ausbildungsjahr zwei Klassen à ca. 25 Schüler/innen gebildet werden.

Unterrichtsfächer

Berufsbezogener Bereich:

  •  Medienprojekte und Arbeitsabläufe
  •  Mediengerechte Gestaltung
  • Medienintegration und Medienausgabe
  • Differenzierung (nur im 3. Ausbildungsjahr)

Berufsübergreifender Bereich:

  •  Deutsch/Kommunikation
  •  Wirtschaftslehre
  •  Religionslehre (nur im 1. Ausbildungsjahr)
  •  Sport/Gesundheitsförderung (nur im 1. Ausbildungsjahr)
  •  Politik/Gesellschaftslehre (erst ab dem 2. Ausbildungsjahr)
  •  Fremdsprachliche Kommunikation (erst ab dem 2. Ausbildungsjahr)

Im Berufsschulunterricht wird in so genannten Lernfeldern gemäß Rahmenlehrplan gearbeitet. Dabei lernen die Auszubildenden nach dem Modell der vollständigen Handlung (Informieren, Planen, Entscheiden, Ausführen, Kontrollieren und Bewerten). So wird die Handlungskompetenz der Auszubildenden und ihre Bereitschaft zum lebenslangem Lernen gestärkt und gefördert, für die Auszubildenden bietet zudem der große Praxisbezug zum betrieblichen Alltag eine Motivation zum Erlangen neuer Kompetenzen.

Exemplarisch für den Unterricht in Lernfeldern sei hier das Lernfeld 2 aus dem 1. Ausbildungsjahr genannt: Hier realisieren die Auszubildenden eine Typofibel. Die Auszubildenden setzen sich mit dem Unterrichtsinhalt Typografie auseinander, planen dann die Gestaltung und Realisierung einer Typofibel, in der typografische Regeln erklärt werden, setzen diese um und stellen ihre eigene Typofibel in einem Galerierundgang ihren Mitschüler/innen vor.

ColormanagementUm Lernfelder wie oben beschrieben im Berufsschulunterricht umsetzen zu können, bedarf es einer modernen Ausstattung. Eine ausreichende Anzahl an Mac-Arbeitsplätzen (iMacs und MacBooks) sowie Digitaldruckmaschinen und Geräte der Druckweiterverarbeitung zum Schneiden, Falzen, Heften ermöglichen einen solchen Unterricht.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Nach der Ausbildung ist eine Weiterbildung zum/r Medienfachwirt/in oder zum/r Industriemeister/in möglich.