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Jung und begabt – Prof. Dr. Thöne von der FH Münster stellt vor, wie das Schülerstudium der Wirtschaftsinformatik an den Berufskollegs BTA und BWV Ahaus funktioniert.

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Prof. Dr. Thöne von der Fachhochschule Münster begrüßt zur Infoveranstaltung „Schülerstudium“

 

Besonders leistungsfähige und leistungsbereite Schülerinnen und Schüler können die ersten Schritte in das akademische Abenteuer wagen. In Kooperation mit der Fachhochschule Münster, Wirtschaftsinformatik, besteht die Möglichkeit an der Vorlesung „Grundlagen der Programmierung“ teilzunehmen und bereits die erste Prüfung abzulegen. Und das noch vor dem Erwerb der Fachhochschulreife! Der in der Prüfung erworbene Leistungsnachweis wird anschließend auf das Studium der Wirtschaftsinformatik an der FH Münster angerechnet.

Am Berufskolleg für Technik Ahaus werden Schülerinnen und Schüler aus der Jahrgangsstufe 12 des Beruflichen Gymnasiums mit dem Schwerpunkt Mathematik und Informatik und Schülerinnen und Schüler der Oberstufen-Berufsschulklasse der Fachinformatiker Anwendungsentwicklung vom Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung sich nach dem Vortrag von Professor Dr. Thöne von der Fachhochschule Münster für das Schülerstudium im Fach Wirtschaftsinformatik eintragen können. Die Teilnehmer werden Vorlesung, Tests, Hausaufgabenkontrolle und die Abschlussprüfung online absolvieren.

Diese jetzt zum 4. Mal am Berufskolleg für Technik angebotene Teilnahme am Schülerstudium nutzten im vergangenen Jahr 10 Schüler aus der Jahrgangsstufe 12 des beruflichen Gymnasiums (Schwerpunkt Mathematik und Informatik) und 3 Auszubildende der Oberstufen-Berufsschulklasse für Fachinformatiker Anwendungsentwicklung vom Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung.

Auch dieses Jahr gab es viele positive Rückmeldungen, speziell „die Möglichkeit, vor dem eigentlichen Studium an Vorlesungen/Übungen und vor allem an der Prüfung teilzunehmen“, die gute Betreuung und die Lernfortschrittsüberwachung mit Hausaufgaben-Kontrolle wurden gelobt.

Während des Schülerstudiums wurden die Schüler von den Lehrern Frau Schaefer-Kreyß (BTA, AHR Informatik) und Herrn Hayk (BWV, Fachinformatiker Anwendungsentwicklung) unterstützt. Die Prüfung wurde Anfang Februar dezentral in den Räumen des Berufskollegs für Technik geschrieben. Die Teilnehmer bereiteten sich im Rahmen dieses Schülerstudiums mit Hilfe des Professors und Online-Material selbständig auf die abschließende Prüfung vor und besuchten zum Teil auch selbst eine Vorlesung von Prof. Thöne an der FH Münster.

Laut Prof. Dr. Thöne gibt es in unserer Gesellschaft fast keinen Bereich mehr, der nicht durch Programmierung beeinflusst wird. Der Trend gehe zu Cloud-Diensten, Online-Shops und vielen weiteren digitalen Lösungen, so Prof. Dr. Thöne: „Das muss auch einer bauen. Wir haben das Know-How hier in Deutschland und wollen Schritt halten mit der Welt.“ In der globalen Wirtschaft spielten Software Firmen wie Apple, Microsoft und Google eine Führungsrolle. Auch die regionale Wirtschaft benötige IT-Berater und Spezialisten, die neue Projekte umsetzen. Diese Positionen könnten auch nicht nach Asien ausgelagert werden, da der Wirtschaftsinformatiker mit den verschiedensten Ansprechpartnern vor Ort sprechen müsse. Hier stünde den Schülern nach einem Studium im IT-Bereich eine sehr große Bandbreite an Möglichkeiten zur Verfügung. Der Wirtschaftsinformatiker könne als „Dolmetscher“ betrachtet werden, der die Schnittstelle zwischen den Fachexperten und den IT-Entwicklern besetze. In dieser abwechslungsreichen und vielseitigen Position sei auch Sozialkompetenz besonders wichtig, da sich der Wirtschaftsinformatiker in andere Menschen hineinversetzen können und Problemlösungskonzepte anbieten müsse.

Das Berufskolleg für Technik und das Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung in Ahaus möchten mit dem Angebot des Schülerstudium ihren zahlreichen leistungsorientierten Schülerinnen und Schülern den Weg zu einem Hochschulstudium erleichtern und zu einem zukünftigen Studium motivieren. Darüber hinaus liegt es den Berufskollegs am Herzen, die individuellen Potenziale seiner Schülerinnen und Schüler gezielt weiterzuentwickeln und dabei gleichzeitig die Studien- und Berufsorientierung zu intensivieren.